CUL1101 flashen und Homegear installieren

Vorbereitung

Nachdem die Teile zum Ausprobieren von Homegear angekommen sind, kann ich endlich ein wenig ausprobieren.
Komponenten Liste:
– RaspberryPi
– CUL1101 v3.4

Der RaspberryPi läuft mit einem Debian Jessie minimal Image, das ich frisch für die Verwendung aufgesetzt habe.

CUL1101 vorbereiten

Der CUL muss mit der passenden Firmware geflasht werden, um verwendet werden zu können. Zuerst muss der CUL in dem RaspberryPi eingesteckt werden. Mit ‚lsusb‘ kann überprüft werden, ob der USB Stick erkannt wurde.

Es wird die Software ‚dfu-programmer‘ benötigt, um den CUL zu flashen.

Jetzt kann die Firmware auf den RaspberryPi heruntergeladen werden. Stand heute ist es mit diesem Link möglich. Ich empfehle aber, die neueste Version herunterzuladen.
http://culfw.de/culfw-1.66.tar.gz

Die neueste Version kann hier nachgeschaut werden: http://culfw.de/culfw.html#Links (Source)

Dann mit ‚tar xzf‘ entpacken. In das Verzeichnis wechseln:

Der CUL muss jetzt vom Raspberry getrennt werden.

Mit gedrücktem RESET Knopf jetzt den CUL wieder an den Raspberry stecken.

Danach folgende Befehle ausführen:

Nachdem der CUL nochmals aus und angesteckt wurde (diesmal natürlich ohne Reset Knopf), sollte er von ‚lsusb‘ erkannt werden als

Mit ’screen‘ kann überprüft werden, ob der CUL auch funktioniert.

Das sollte die Version des CUL zurückgeben.

Homegear installieren

Um jetzt mit den Homematic Geräten kommunizieren zu können, wird Homegear benötigt.

Zum hinzufügen des Repositories:

Unter „https://www.homegear.eu/index.php/Downloads“ ist alles genau beschrieben. Achtung! Es gibt drei Reiter (Debian, Raspbian, Ubuntu). Ich war zu schnell und hatte es mit Debian ausprobiert und das hat natürlich nicht funktioniert. 🙂

Der letzte Schritt kann gerade auf den älteren RaspberryPis einige Zeit in Anspruch nehmen. Be patient…

Homegear konfigurieren

Jetzt müssen wir natürlich Homegear noch sagen, über welche Schnittstelle es kommunizieren soll. Hierfür muss die Konfigurations-Datei entsprechend angepasst werden.

In dieser Datei gibt es einen Sektor „CUL“. Dieser muss wie folgt angepasst werden:

Einige Konfigurationen müssen/können/sollen (:)) im „General“ Abschnitt auch noch gemacht werden:

Bei Adresse und Key einfach schon einfallsreich sein ^^

Danach kann homegear gestartet werden:

Soweit so gut. Jetzt wird es spannend.

Homegear starten

Jetzt können wir zum ersten Mal Homegear starten:

Ob Homegear die Homematic Familiy geladen hat, kann mit dem Kommando „families list“ nachgeschaut werden. So sollte es nicht ausschauen:

Ich hatte bei mir vergessen, den deviceType einzukommentieren. Naja jetzt geht es auch:

Jetzt kann die Homematic Family ausgewählt werden:

So sieht das Ganze aus, wenn noch keine Geräte gepaired sind.

Das Pairen werde ich im nächsten Artikel beschreiben, da mein Raspberry Pi gerade in „Wartung“ ist und ich so nicht auf ihn zugreifen kann.

Da ich alles schnell ausprobieren wollte und ich den Artikel dann drei Tage später aus dem Kopf geschrieben habe (und von meinem Desktop PC aus, aber ohne Raspberry) kann es sein, dass ich was vergessen habe. Bei Fragen helfe ich natürlich gerne.

Raspberry Car – Aufbau der Hardware

Nachdem ich die L293D verstanden hatte, habe ich mir eine Platine geholt und die Bauteile aufgelötet. Leider hatte ich nur drei verschiedene Farben Draht zur Verfügung. Also habe ich für Ground Weiß, für +V Braun und für alles andere Grün genommen. Sehr übersichtlich ist es nicht. Vielleicht mache ich das Ganze nochmals neu, wenn alles einmal läuft.
AIMG_0118ls nächstes habe ich mir überlegt, wie ich am besten die Akkus anbringe. Diese wollte ich unbedingt auf der unteren Ebene befestigen, vor allem wegen dem Gewicht. Auch die Zugänglichkeit für den Rapberry und Co ist hier wichtiger.
Außerdem steht in der Zukunft noch an, dass ich ein Ladegerät für sechs AA-Akkus organisiere und diese dann über einen Steckmechanismus laden kann. Somit müsste ich die obere Ebene nicht jedes Mal ab- und wieder anschrauben.
Als nächstes habe ich einige Jumper Kabel abgezwickt und mit den einzelnen Kabeln der Motoren verknüpft. Zwei Jumper habe ich noch an die Enden der Batteriefächer gelötet. Auf die Platine habe ich die dementsprechend Anzahl Pins montiert. Jetzt kann ich meine Motoren sehr leicht an und ausstecken.

 

IMG_0119Zusätzlich habe ich noch einen Schalter angebracht, mit dem ich die Batteriefächer zuschalten kann. Eine rote LED mit Vorwiderstand zeigt mir an, ob die Spannung aktiv ist oder nicht.
Die Platine ist mit etwas längeren Schrauben an der oberen Ebene befestigt und der Raspberry Pi versetzt darunter (siehe Bild). Hinter oder unter erstere soll die Powerbank für den Raspberry Pi angebracht werden. Leider ist meine bisherige ein paar Millimeter zu breit. Hier muss ich mir unbedingt noch eine Lösung einfallen lassen.
Die Löcher für die Montage habe ich einfach mit einem passenden Bohrer hinzugefügt. Das Plastik hält das durchaus aus. Trotzdem ist Vorsicht besser als Nachsicht. Laufen zu viele Löcher in einer Bahn, hat man schnell eine Sollbruchstelle. Mir ist beim Verschrauben vorne Rechts der Zapfen mit dem Loch für die Verbindungsstrebe abgebrochen. Obwohl ich mit wenig Druck gearbeitet hatte. Aber mit diesem Schaden kann ich durchaus leben.

 

Ein wenig Code habe ich auch schon geschrieben. Zum eine die Motor Klasse, die ich benutze, um die Motoren zu steuern. Und meine „main“, in der ich eben alles andere regele. Bisher funktioniert leider nur das Testen der Motoren, für den Rest muss ich mir noch ein wenig Steuerungscode ausdenken. Ich möchte unbedingt eine GUI mit Tkinter erstellen und über diese das spätere Webcam Bild ausgeben lassen. Zudem soll auf ihr der Status der einzelnen Räder und aller zusammen angezeigt werden. Ich überlege auch, eine Socket Connection herzustellen und die Steuerungssoftware auf einem Windows PC laufen zu lassen.

Hier die Motor Klasse:

Und das ist meine „main“:

Den aktuellsten Code gibt es immer in meinem GitHub Repo:

github.com/PetzJohannes/RaspberryCar_v2

Hier noch zwei Bilder vom Aufbau:

IMG_0114IMG_0117IMG_0120